Vorgestellt: Walther SSP

Wie manch andere Sportpistole (z.B. die Glock 17) hat auch die Walther SSP ein sogenanntes "Hahnloses System". Dies bedeutet, dass kein Hahn vorhanden ist, der die Patrone durch Aufschlag zündet. Bei Pistolen sonst üblich ist ein Hahn, der am hinteren Ende herausragt. Dieser Hahn schlägt beim Abfeuern auf einen sgn. Schlagbolzen (Stift) der dann die Patrone zündet und dadurch den Schuss auslöst.

Das Magazin fasst, wie bei Wettkämpfen üblich, fünf Patronen und wird von oben in die Pistole eingeführt. Da die Patronen vom Kaliber .22 lfB (es gibt verschiedene Angaben für gleiche Kalibergrößen) Randfeuerpatronen sind, ist dies auch ohne Probleme machbar. Der Schlagbolzen wird horizontal bewegt, was im Gegensatz zu einer Hahnkonstruktion ein deutlich geringeres Drehmoment bewirkt. Dadurch erhöht sich die Schusspräzision der Waffe.

Die Achse des Laufes liegt bei dieser Pistole sehr tief. Der Abstand der Handoberkante von der Laufachse ist auf das mindest zulässige Maß reduziert. Diese beiden Faktoren bewirken eine geringe Drehmomententstehung bei der Schussabgabe und damit ein geringeres Verziehen.

Weiterhin wird der Rückstoß sehr wirkungsvoll pneumatisch gedämpft. Das Hochschlagen, durch den unvermeidlichen Rückstoß, wird dadurch verringert.

Die SSP hat durch all diese Konstruktiven Besonderheiten eine sehr hohe Eigenpräzision.